Europa konkret:  
Stand der Kommunikation


Warum schreibt die EU die Krümmung der Gurke vor? Oder tut sie das gar nicht? Was bringt der Schengenraum? Wer schafft die besseren Handelsvereinbarungen: einzelne Staaten oder Europa?


Globalisierung, Digitalisierung, Großkapital und Bürokratie: Alles scheint schlechter zu werden. Angst vor der Zukunft dominiert die Diskussion. Wenn wir die Zusammenhänge nicht mehr verstehen, werden wir offen für Populismus: Klare Feindbilder, „einfache“ Lösungen und Kleinstaaterei bestimmen den Stammtisch.


Die Medien und Teile der Politik beschäftigen sich gerne mit absolut nebensächlichen, aber emotionalen Problemen wie einer Autobahnmaut und lenken so von den für unsere Zukunft wichtigen Themen wie etwa der Überwachung der Bürger oder der Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmen ab. Europa ist heute wichtiger denn je, für ein friedliches Miteinander, eine global kon­kur­­renz­fä­hige Wirtschaft und für die Selbstbestimmung der Menschen. 


Die Kommunikation der Europa-Idee erreicht die Bürger nicht. Nur wenige nutzen die vorhandenen Angebote wie die Website des Bürgerforums Europa. Veranstaltungen zum Thema Europa wie beispielsweise „Wir sind Europa“ erreichen nur wenige besonders Interessierte. Was läuft also schief mit der Europa-Kommunikation? Warum sehen sich viele gern als Amerikaner, kaum jemand aber als Europäer?


Eine Abschlussarbeit zum Thema digitale Kommunikation der Europaidee soll eine Bestandsaufnahme der heutigen Kommunikationskanäle und deren Wirkung zum Gegenstand haben:


- Websites zum Thema Europa

- YouTube-, Facebook- und andere Social Media Plattformen

- Europa-Organisationen

- Nutzung der Kanäle


Ziel einer Bestandsaufnahme ist es, die vorhandenen Aktivitäten zu kennen und Vorschläge zur Steigerung der Wirksamkeit zu entwickeln.

 

Europa konkret: 

Nutzung vorhandener Angebote 


Wussten Sie, dass Ihr Bundesland (z.B. www.vorarlberg.at)   eine umfangreiche Internetseite zum Thema Europa unterhält? Dort können Sie sich fundiert zur Gentechnik in der europäischen Landwirtschaft, zur Freizügigkeit der Arbeitnehmer, zu sozialen Rechten, zu Fördermaßnahmen und zu verschiedensten Veranstaltungen über Europa informieren. Aber, wir alle kennen und nutzen diese und andere Informationsquellen nicht oder zu wenig. 


Die digitale Kommunikation kann soziale Medien wie Twitter, Instagram oder YouTube und WhatsApp einsetzen. Sie kann Videos und Bilder, aber auch Gaming und Stellungnahmen von anerkannten Persönlichkeiten aus Kultur, Sport, Wirtschaft und Politik verwenden. Sie kann mit Data Analytics adressatenspezifische Empfehlungen abgeben oder Meinungsumfragen zu aktuellen Themen wie etwa zur Migration durchführen. 


Das Thema einer Abschlussarbeit könnte lauten „Aktivierung von Europainformationen“. Sie könnte sich das Ziel setzen, dass Bürger dieses Informationsangebot kennen und zu ihrem eigenen Vorteil besser nutzen. 


Die Kommunikationslösung sollte sich nicht an die Eliten aus Wirtschaft und Wissenschaft, sondern an alle richten, die an der europäischen Idee interessiert oder von ihr betroffen sind. Und sie sollte dies in einer verständlichen Sprache und Form wie Tageszeitungen tun. 

 

Europa konkret:  

Europa- Apps und Spiele  


Nehmen Sie an, Sie machen in Ihrem nächsten Urlaub einen Aufenthalt in Aix-en-Provence, Sie wandern durch die Pyrenäen, Sie besuchen die Elbphilharmonie oder Sie segeln durch das Ionische Meer. Nehmen Sie weiter an, Sie haben einen „Freund“ aus einem sozialen Netzwerk vor Ort, der sich für Sie Zeit nimmt und Ihnen das eine oder andere zeigt. 


Praktische Apps, aber auch Spiele zum Zeitvertreib sind uns wichtig geworden. Die Herausforderung ist es, einen Weg zu finden, wie ein derartiges Programm einen leicht erkennbaren Nutzen für alle Beteiligten stiftet und dies mit einem Bildungszweck für die Europaidee vereinbaren kann.


Das kann mit Hilfe einer Reiseapp geschehen, bei der sich Reisende in ganz Europa in einem sozialen Netzwerk als Local Guides austauschen können, aber auch ein Europa-Führerschein oder eine Quizapp, bei der man verschiedene Medaillen erreichen kann, ist denkbar. 


Online-Spiele begeistern viele Millionen Menschen, warum sollte die Beschäftigung mit Europa keinen Spaß machen? Beispiele dafür sind Geo-Caching, Abenteuerspiele oder Rollenspiele.


Sie können Wissen über europäische Themen fordern, den Austausch von Ideen und Wissen mit Vertretern anderer Länder fördern, Anerkennung vermitteln und dies in der Kombination mit Spaß und Vergnügen. 

Political Communication Concept for the European Parliament Election 2019 

Mit freundlicher Genehmigung von Frau Vanessa Meyer steht Ihnen hier eine Arbeit zur Beispielnahme als Download zur Verfügung: